Sprint Review — Prüfungsfragen für Scrum Master PSM I
Das Sprint Review ist keine reine Abnahme-Show. Wer das glaubt, fliegt in der PSM I Prüfung sofort raus. In Scrum ist dieses Event ein Arbeitsmeeting. Es findet am Ende des Sprints statt. Die maximale Time-Box beträgt vier Stunden für einen einmonatigen Sprint. Bei kürzeren Sprints ist sie entsprechend kürzer. Das gesamte Scrum Team und die Stakeholder kommen zusammen. Der Zweck ist klar: Das Ergebnis des Sprints begutachten und die nächsten Schritte im Product Backlog anpassen. Sie demonstrieren das Increment. Aber Vorsicht: Es geht nicht nur um eine PowerPoint-Präsentation. Das Team zeigt, was 'Done' ist. Alles, was nicht der Definition of Done entspricht, hat hier nichts zu suchen. Der Product Owner erklärt, welche Backlog-Einträge abgeschlossen wurden und welche nicht. Das Team bespricht, was während des Sprints gut lief und welche Probleme auftraten. Sie betrachten die aktuelle Marktsituation. Hat sich der Wettbewerb verändert? Müssen wir die Prioritäten verschieben? Das Ergebnis ist ein aktualisiertes Product Backlog. Dieses Dokument bildet die Basis für das nächste Sprint Planning. Als Scrum Master sorgen Sie dafür, dass das Event stattfindet. Sie stellen sicher, dass alle Teilnehmer den Zweck verstehen. Sie halten die Zeit ein. Das Review liefert wertvolle Daten für die Messung des Fortschritts in Richtung des Produktziels. Ohne dieses Feedback-Loop steuert das Team blind. In der Prüfung müssen Sie genau wissen, wer was entscheidet. Der Product Owner hat das letzte Wort über das Backlog. Die Stakeholder liefern den Input aus der Außenwelt. Das Team liefert die technische Realität. Nur diese Kombination ermöglicht echte Agilität.
Typische Stolperfallen
Der größte Fehler in der Prüfung? Das Sprint Review mit einem Statusmeeting zu verwechseln. Ein Statusmeeting dient der Berichterstattung an Vorgesetzte. Das Review dient der Inspektion des Produkts. Viele Kandidaten fallen darauf rein, wenn die Frage nach der Rolle der Stakeholder kommt. Stakeholder sind nicht nur Zuschauer. Sie sind aktive Teilnehmer. Ein weiterer Stolperstein ist die Definition von 'Done'. Wenn eine Aufgabe fast fertig ist, darf sie im Review nicht gezeigt werden. In Scrum gibt es kein '90 Prozent fertig'. Entweder es erfüllt die Definition of Done oder es wandert zurück ins Backlog. Prüfungsfragen locken Sie oft in die Falle, indem sie behaupten, der Scrum Master müsse die Demo leiten. Falsch. Das Team präsentiert. Der Scrum Master moderiert nur den Prozess. Achten Sie auf die Time-Box. Viele glauben, man könne das Review verlängern, wenn die Diskussion hitzig wird. Das ist ein Regelverstoß. Die Zeit ist fix. Ein massiver Pain Point ist die Verwechslung von Review und Retrospektive. Im Review geht es um das 'Was' – das Produkt. In der Retrospektive geht es um das 'Wie' – die Prozesse und Menschen. Wenn Sie diese beiden Events in der Prüfung vermischen, verlieren Sie wertvolle Punkte. Ein weiterer Fehler: Zu denken, das Review sei der Ort für die formale Abnahme durch den Product Owner. Nein, der Product Owner sollte das Increment schon während des Sprints gesehen haben. Das Review ist für die gemeinsame Inspektion mit den Stakeholdern da. Werden im Review keine Änderungen am Product Backlog besprochen, war das Meeting meistens wertlos. Die Prüfung verlangt von Ihnen, diesen adaptiven Charakter zu verstehen. Das Backlog ist lebendig. Das Review ist der Moment, in dem es durch Feedback neu geformt wird.
Experten-Tipp
Achten Sie in der PSM I Prüfung penibel auf die Formulierungen zum Outcome des Sprint Reviews. Es ist kein Protokoll und keine einfache Liste von Fehlern. Das zentrale Ergebnis ist ein angepasstes Product Backlog. Wenn eine Prüfungsfrage fragt, was am Ende des Events stehen muss, suchen Sie nach der Aktualisierung des Backlogs basierend auf dem Feedback und den Marktbedingungen. Ein Profi-Tipp für die Moderation: Lassen Sie niemals zu, dass das Review in eine reine Rechtfertigungsrunde abgleitet. Wenn das Team erklären muss, warum etwas nicht fertig wurde, ist der Fokus falsch. Der Fokus muss auf dem Wert liegen, der geschaffen wurde, und auf dem Wert, der als Nächstes geschaffen werden soll. Merken Sie sich für die Prüfung: Der Scrum Master ist dafür verantwortlich, dass alle Beteiligten die Regeln von Scrum einhalten. Dazu gehört auch, dass Stakeholder nicht plötzlich neue Anforderungen diktieren, die am Product Owner vorbeigehen. Das Review ist ein kollaborativer Raum, kein Befehlsstand. Wenn Sie das verinnerlichen, beantworten Sie die Fragen zur Rollenverteilung im Review instinktiv richtig.
Häufige Fragen
Welche Fragen kommen in „Sprint Review" wirklich dran?
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Wie viele Fragen zu „Sprint Review" tauchen typischerweise auf?
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Reicht es, nur „Sprint Review" zu lernen?
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